Große Pressekonferenz zur Einführung der Cannabis-Anbau Infrastruktur

Im Rahmen der ersten Öko- und Hippiefeldtage in Castrop Rauxel hat ein Konsortium aus Landmaschinenherstellern, Zulieferern und Anbauern unter Schirmherrschaft des Bundeslandwirtschaftsministers Cem Özdemir Details zum Aufbau der ProduktionsInfrastruktur für Cannabis vorgestellt.

Özdemir; bekennender Unterstützer des SonderfruchtAnbaus , eröffnete die Pressekonferenz in – selbst für ihn – langsamen , schwäbischen Worten, unterbrochen von stoßartigen Ausrufen „Wo bleiberd mei Mauldasche, I han Hunger!!!!“.

 „Des isch ein gloiner Schritt für aan Konsumenten, aber a groaßer Schritt für … oh gugg ma, an Oichkäddzle, voll flauschig höhöhö. Was wollt I sagn? I han voll große Hände, boaaaaah“, so der Minister. Auf Nachfrage, was genau er damit meine, erwiderte Özdemir lediglich: „I kann mi net erinnern. I Scholze jetzt. MAULDASCHE!!!!“.

Auch wirtschaftlich sei die Cannabis-Legalisierung ein Gewinn. „In Zeiten knapper Haushalte“ so Özdemir „braucht es Mut, neue Einnahmequellen zu erschließen“. Details über den positiven Einfluss der Cannabislegalisierung wurden durch Finanzexperte Götz Widmann erläutert.

Die Hersteller verschiedener Maschinen stellten darauffolgend ihren Anteil der neuen Infrastruktur vor. „Deutschland kann Maschinenbau. Wir können Maschinenbau“ so der Vorsitzende des VDMA vor einer Kulisse kichernder und Kekse-in-sich-hineinstopfender CEOs.

So stellten Lemken und Rauch zunächst die Einzelkorndrille Anna und den Düngerstreuer Elsa vor, die besonders für den CannabisAnbau ausgelegt seien. Auf Nachfrage zur Namensfindung sangen die Vertreter beider Firmen Arm in Arm:

„Let it grow! Let it grooow!

They legalize it, whoaaah!

Let it grow! Let it grooow!

Can’t wait for weed anymore!“

Mit der Nonstop JointWickelpresse Impress der Firma Pöttinger könne „Verkauf ab Feld“ realisiert werden, so Vertreter Sepp Hommaglumpn. Um Verwechslungen mit der bestehenden Impress-Reihe zu vermeiden, diskutiere man noch mit der Geschäftsleitung, ein eigenes SpinOff unter dem Namen „Pottiger“ zu gründen.

Eine vergleichbare Taktik will auch ein Großunternehmen aus Ostwestfalen fahren und unter dem Namen „Gras Jaguar“ eine Zerkleinerungsmaschine auf den Markt bringen. Erste Tests in den Niederlanden seien erfolgsversprechend, so könne man die Produktqualität durchaus als „Hihihi, Knallt aber sowas von ….. huiiiii“ beschreiben.

KRONE stellt mit dem BigC 420 eine Abwandlung ihres BigM 420 vor. Neben einer zuschaltbaren Splifzusammenführung habe man in Zusammenarbeit mit einem Zulieferer auch den ersten ISOBUSfähigen Beanbag verbaut“. Man verwies auch darauf, in der Typbezeichnung ihrer Grasmähmaschinen schon seit langem die Interessen der Konsumenten zu unterstützen.

Einen für sie neuen Markt betritt Firma Horsch, die mit ihrem „Tmafeuer“ getauften Trocknungsgerät zum ersten Mal eine Stationärmaschine anbietet. Auf Anmerkung einiger AgrarPodcaster, dass der Name schwer auszusprechen sei entgegnete der Horsch-Vertreter „Müssens mit dem MarkenNamen z’ammen sagen, dann geht’s: Horsch Tmafeuer? Höhöhöhöhö … Podcast … wie Pod… höhöhö“.

Leider gab es auch auf dieser Pressekonferenz wieder Kritik am Gesetzgeber, so müsse ein Hersteller aus dem Allgäu aufgrund einer Fehlinterpretation der neuen Gesetzeslage zurück ans Zeichenbrett und könne nicht wie geplant die neue Pellettpresse Fendt Anyl vorstellen.

Um den sicheren Umgang der Bevölkerung mit den Erzeugnissen zu gewährleisten, wollen sich einige Hersteller zusammenschließen, um in Osnabrück ein “Competence Center Inhalation” zu gründen.

Auch die Anbauer des neu zugelassenen Konsumproduktes kamen auf der Pressekonferenz zu Wort. Zwar merkte man ihnen die Begeisterung für ihre neue Aufgabe, die Bevölkerung mit Cannabis zu versorgen und das rege Interesse an ihrem Auftritt an (Zitat: „Woooooaaaah, voll viiele Leude hier. Brudiii“). Wie in allen Bereichen landwirtschaftlicher Produkterzeugung fürchte man aber auch hier eine hohe Arbeitbelastung und hohe Auflagen. Daher fordere man „Einfach ma chilln Bro? Einfach ma chilln? Jo, kein Stress, Digga, chilln!“, so der Branchenvertreter wörtlich.

Warnungen vor überbordender Bürokratie entlang der Wertschöpfungskette begegnete der Minister jedoch mit einem Verweis auf die Arbeitssicherheit und ließ seinen Experten Franz-Josef Hagmanns-Dajka über die Herausforderungen des Arbeitsschutzes referieren.

Nach einer Diskussion über die Auswirkungen des Mondes über die menschliche Aura (Konsent: „Sweeeet“) kündigte der Minister noch die Einführung neuer Fachtermini an. So sollen die Dunstschwaden beim Ausbringen von Festmist zukünftig als CemTrails bezeichnet werden.   

Für Verwirrung sorgte Özdemir kurzzeitig, als er einer Frauenquote im Cannabisanbau eine herbe Absage erteilte. Er konnte seinen Standpunkt mit den Worten „No woman, no cry! No woman, no cry!“ jedoch schlüssig untermauern.

Die Öko und Hippie Feldtage laufen noch bis zum 20.04. Man erwartet einen Besucherstrom von bis zu 420 Besuchern und einen Energieverbrauch von 45 Terrawattstunden aufgrund intensiver Beleuchtung. Eintrittskarten können digital oder als Longpaper erstanden werden.